25. Oktober 2016

Von Bangkok nach Chiang Mai als Digitaler Nomade

Wo waren wir letztens stehengeblieben?

Ah, genau beim Nachtzug nach Chiang Mai.

Dass die Züge nicht den aktuellen Standards entsprechen, den wir in Deutschland haben, dürfte, glaube ich, allen klar sein.

Also schwitzen musst du in Thailand nirgendwo, weder im Taxi, noch im Hotel, auch nicht in der Einkaufspassage oder – wie hier – im Zug. Du kommst also vom Warmen in die arktische Kälte. Das einzige was du nicht siehst, sind die Polarlichter. Nein, Quatsch, ganz so extrem ist es dann doch nicht, aber zieh dir lieber einen Pulli an, sonst verkrampft sich der Muskel. Hatte ich leider gleich in der ersten Nacht im Hotel. Oben ohne geschlafen und richtig schön sauber den Nerv verzogen. Ja, selber schuld, ich weiß. Aber auch die Thai-Massage am nächsten Tag hat nur kurz geholfen, also ohne happy end in diesem Fall 🙂 .

Zurück zum Zug und meiner Reise von Bangkok nach Chiang Mai.

Sobald du eingestiegen bist, wird dir relativ schnell was zu trinken und Obst angeboten. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir: Mega, das ist mal ein Service und das alles im Ticketpreis enthalten. Thailand I love you. Und kack auf die überteuerte Deutsche Bahn. Aber merkt euch die Stelle, an die kommen wir nachher nochmal.

Nachdem also auch alle Reisenden eingestiegen sind … hauptsächlich Backpacker, die aus England gekommen sind. Woher ich das weiß? Weil die sich durch ihr Gebabbel verraten haben. Ja, dieses hochgestochene Englisch erkennst du überall. Und zwei US-Girls. Das US-Englisch ist mir 1000mal lieber als das Oxford-Englisch, es klingt für mich immer so, als ob die morgens schon ihren Tee gurgeln und die Tonleiter mit Wäscheklammern im Schritt summen. Erstmal kein Wort sagen und die Lage checken ist hier meine Devise. Muss ja nicht gleich jeder wissen, aus welchem Land du kommst. Und du musst ja auch nicht gleich mit jedem ein Gespräch führen. Ja, ich bin da schon wählerisch. Kennst das nicht, wenn du mit jemandem ein Gespräch geführt hast und hinterher festgestellt hast, dass du gerade deine Lebenszeit verschwendet hast. Es gibt nichts Schlimmeres. Ist genauso, wie wenn du dir einen Film anschaust. Der Film hat schon angefangen und läuft noch und nach 20 Minuten merkst du, der Film ist Mist, aber du musst ihn jetzt zu Ende anschauen, auch wenn du gar nicht willst. Typische Lebenszeitverschwendung. Aber egal, ist ja hier kein Lebensratgeber, sondern es geht um die Reise.

Also es sind nun alle im Zug und die Lage ist gecheckt. Der Zug ist also ready to start, da kommt nun auch pünktlich der Schaffner mit Militär oder Cop. Was das nun genau für einer Beamter war, kann ich euch nicht sagen. Aber die Thais und ihre Uniform, der Brüller. Die tragen alle SlimFit. Gut, die können das tragen, die sind alle, also zumindest die ich gesehen habe, rank und schlank.

Nur jedesmal wenn ich so einen Thai in Uniform sehe blinkt bei mir das “Remember Me Picture”-Lämpchen. Kleine Geschichte: In Bangkok, noch in der Lobby beim Warten, hab ich so einen Jungen gesehen, schätzungsweise 14–16, der auch bei der Bahnhofspolizei arbeitet und bei dem sah die Uniform so süß aus, ich könnte mich schon wieder wegschmeißen. Stellt euch Folgendes vor: Ihr berührt eure beiden Daumen und Zeigefinger und macht diesen Taillengriff. Und genau so schmal war der. Also hast das Bild und nun stell dir dazu eine dunkelblaue Uniform vor, aber nicht so ne richtige, wie du sie aus Deutschland kennst, also Anzugstoff, nee nee nee, so ne billig synthetische Uniform, die aus dem Stoff besteht, aus dem die Billigkostüme bei Aldi oder Lidl hergestellt werden, ihr wisst was ich meine?! Also dieser “SlimFit-Junge” in dieser dunkelblauen SlimFit-Uniform vom Lidl. So süß wie so eine Porzellanpuppe, die Oma damals gesammelt hat.

Und nun soll mir mal bitte jemand erklären, wie ich mich da bei einer Kontrolle nicht bepfeifen soll vor lauter Lachen. Zumal ja die hohe Stimme noch dazu kommt. ?

  1. [remember me picture mode]
  2. [enable]
  3. [save picture]
  4. [done]

So, Bild gespeichert.

Also wieder zurück zum Zug. Wir sind so ziemlich pünktlich losgefahren, ca. 5 Minuten später hielten wir aber außerhalb vom Bahnhof. Warum? I don’t know. Nach einer gefühlten Stunde rollten wir endlich weiter. Während der ganzen Zeit laufen auch Leute vom Personal rum und du kannst das Essen bestellen, kostet dich ca. 200 Baht. Da ich davor schon was gegessen hatte, verzichtete ich drauf. Außerdem hatte ich ja noch Obst und O-Saft.


Ca. 1–2 Stunden später wurden die Betten gemacht. Ich hatte meins unten. Draußen hast nicht mehr viel gesehen, weil ab 19 Uhr ist es einfach dunkel. Teilweise hielten wir noch an Bahnhöfen,, wo ich dann gesehen habe, warum es im Zug auch eine 3. Klasse gibt. Als Touri werden dir so Haltestellen gar nicht empfohlen bzw. gezeigt. Ich war aber schon ziemlich fertig, hatte also nicht mehr so viel energy und wollte relativ schnell die Äuglein zumachen und schlafen. Mir fiel wohl noch das Problem mit der Zeitumstellung nicht so easy wie gedacht. Also noch mal schön Pipi machen. Die Toilette war der Brüller. Die Frau, die vor mir drauf war, schaute mich beim Schritt aus der Tür an, und in ihrem Gesichtsausdruck konnte ich die Verwunderung und einen ehrlich abstoßenden Blick sofort ablesen. Da ich ja bereits von einem anderen Blog (http://homeiswhereyourbagis.com/von-bangkok-nach-chiang-mai-mit-dem-nachtzug-aka-party-train/) Bilder gesehen habe, wusste ich was kommt. Also kam ich um ein Schmunzeln und Lachen nicht herum. Also: wer in Thailand nach einer Klobürste sucht, der sucht lange, die haben da nur neben dem Klo eine Art Duschbrause. Also, Mann, so eine Toilette zu benutzen, ist absolut easy, wenn ich aber nun dran denke, dass ein Frau da auch darauf muss, würde ich als Frau glaub sofort beim Anblick Pickel bekommen. Gut Pipi gemacht, noch kurz die Zähne geputzt und ab ins Bettchen.

Schlafen ging prima bis morgens um 3 Uhr, als so zwei Pissnelken von Engländerinnen anfingen zu lachen und zu kichern und sich Storys zu erzählen. HALLO gehts bei euch noch. Die ganze Zeit hi hi hi ha ha ha. Aber ich bin ja ein extrem ausgeglichener Mensch. Tiefenentspannt und Chilli Vanilli entspannt und alles wird gut – wwwwuuuuusssssaaaa. Aber eins sag ich euch, Mädels – in meiner absolut zutiefst entspannten Art: werden unsere Wege sich nochmals kreuzen und ihr solltet schlafen. Eiswasser und Megaphon, mehr sag ich nicht #mansiehtsichimmerzweimalimleben .

]Morgens dann um ca. 7.00 Uhr kommt dann auch der Angestellte und kassiert das Obst und den O-Saft. Richtig, da war ja noch was. Knappe 280 Baht hat mich der Spaß gekostet. Da hätte ich leichter davor nochmal mir selber geiles Obst kaufen können. Aus Fehlern lernt man. In Chiang Mai angekommen, das übliche Bild wie in Bangkok. Lauter Taxifahrer mit ihrem Balzruf. Taaaaxxiii, Taxi, Taxi. Warte erstmal in der Lobby und schau dir den Balztanz an. Einfach sehenswert.
Müde und keine Lust auf Abenteuer, nur schnell in ein Hotel oder zum Arbeiten. Bin gleich zum Taxifahrer marschiert, der seine üblichen 200 Baht aufgerufen hat. Einfach weiterlaufen und “No thanks, it’s to expensive for me” und smilen. Dann gehts auch günstiger! Wenn diese Nummer mal nicht funktioniert, es gibt genug von den Taxijungs.

Ich hab im Vorfeld den Artikel von Björn gelesen (https://travel.bjoerne.com/chiang-mai-teil-1-leben-arbeiten-kaffeetrinken/) und mir auch das Hotel Sakulchai Place für erstmal eine Woche reserviert. Gleich eingecheckt und duschen und dann einen Walk hingelegt Richtung Punspace, dem Coworking Hot Spot. Seid unbedingt so ab 9 Uhr da, weil das Ding schnell voll ist. Und um 9 Uhr kommt auch die Mitarbeiterin und checkt dich ein. Ich habe mir einen 7/24h-Access für 1499 Baht geholt. Musst dich direkt über den Laptop anmelden, bei ihr bekommst dann eine Führung und einen digitalen Fingerabdruck, dass du kommen kannst und gehen, wann du lustig bist. Mein Eindruck von der Location war super. Gut, der Kaffee war halt, wie auf Snapchat schon gesagt: diese Instant-Brühe kannst schon mal trinken, aber ich blieb dann beim Wasser. Alle Leute, die da waren, hatten meist Kopfhörer drin oder drauf und waren superfokussiert, fand ich mega. Die meisten machen ihr eigenes Ding: Geld mit Websites, passives Einkommen etc. Manche sind auch Entwickler wie z. B. der Japaner, der 2 Tage neben mir war. Und auch Grafiker hatte ich mal gesehen. Wenn du einen zweiten Monitor da brauchst, kannst dir den da auch mieten.

Soviel erstmal dazu. Chiang Mai hat auf mich den Eindruck wie Berlin, nur auf Thai, gemacht. Nächstes Mal mein Fazit zu einer Woche Chiang Mai und die weitere Reise nach Koh Lanta.

See ya…

dhuettner

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