3. November 2011

Die zehn wichtigsten Grundsätze im Social Media Teil 1/2

Die zehn wichtigsten Grundsätze im Social Media Teil 1/2

Im Internet wird oftmals fehlerhafter weiße angenommen dass das Recht hier nicht gilt. Dies ist allerdings ein schwerwiegender Irrtum. Wie im öffentlichen Leben gelten auch im Internet Regeln und Gesetze an die wir uns halten müssen.

Es wäre wunderbar wenn ich nun einfach 10 Regeln festlegen könnte, sie hier nieder schreiben und mit diesen dann auch automatisch alles richtig gemacht werden würde. Ganz so einfach ist es leider nicht daher sollte man die folgenden „Regeln“ eher als grundlegende Richtungsweiser interpretieren.

1. Social Media ist kein klassisches Marketing

Das Internet, oder auch Web genannt, wurde nicht als Marketinginstrument entwickelt, sondern als Kommunikations-Element zwischen Menschen. Die gilt natürlich auch für Social Media. Am besten beobachtet man sich einfach mal selbst beim Surfen im WWW. Geht es nicht nach kurzer Zeit auf den Geist überall diese Werbebanner zu sehen bzw. auf der Informationssuche ständig durch diese unterbrochen zu werden? „Kaufen Sie hier“, „kaufen sie sofort“…das nervt, oder? Ich finde Werbung ist in unsere Zeit schon ein wichtiges Thema gerade wenn man etwas zu verkaufen hat. Aber sind wir doch mal ehrlich die einen oder andere Leute bzw. Websites übertreiben es wirklich und genau diese meine ich.
Warum wir nun das Wort Marketing und Social Media miteinander verbinden liegt wohl daran dass gutes Social-Media-Engagement eines Unternehmens die Marke bekannter macht bzw. ihr Image verbessert/bestärkt und somit logischerweise der Umsatz erhöht wird.

2. Im Social Web Aktiv zuhören

Als Firma oder Person sollte man zuhören und daraus lernen was für Probleme die Kunden beschäftigen bzw. welche Lösungen sie suchen. Nur dadurch kann man herausfinden wie man kommunizieren sollte, über was man kommunizieren sollte etc.
Machen wir mal ein alltägliches Beispiel auf: Es steht eine Party an zu welcher man von einem Freund oder Bekannten überredet wird. Einziges Manko: man kennt dort absolut niemanden. Würde man also lautstark auf dieser Party herein platzen, sofort auf jeden zugehn, jedem seine Visitenkarte in die Hand drücken, sich in der Mitte platzieren und rufen: „Seht mein tolles Produkt, los los, jetzt kaufen!!“? Ich denke mal jedem dürfte die Antwort bekannt sein…und genau so sollte man sich auch im Internet bzw. im Social Web verhalten. Immer schön an den Bekannten halten, sich vorstellen lassen, die Situation begutachten, konzentriert zuhören und erst aktiv einsteigen wenn man gefragt wird oder etwas konstruktives dazu beitragen kann.

Folgende Grundsätze sollten dabei stets beachtet bzw. beantwortet werden:
– was interessiert den User?
– in welchen Abständen/welcher Frequenz sollte ich etwas posten?
– Sollte ich mein Zielpublikum eher duzen oder förmlich mit „Sie“ ansprechen?

All diese Fragen können sie lernen wenn Sie zuhören und beobachten. Schauen Sie sich ihre Mitbewerber an. Sie können von den positiven als auch von den negativen Beispiel lernen.

3. Erst denken dann handeln

Viele Negativbeispiele im Social Media Bereich basieren auf der Ignoranz dieser Regeln. Dabei ist dies keine neue Regel sondern etwas grundlegendes das man beachten sollte. Alles was man innerhalb der sozialen Medien macht ist öffentlich, für jeden auffindbar und gespeichert.
Nehmen wir mal folgendes an: man hat eine Facebook Fanpage und ein User schreibt einen sehr kritischen Kommentar auf die Pinnwand. Anstelle ihn zu beachten löscht man diesen einfach. Der User bekommt es mit und erzählt natürlich sofort seinen freunden davon…natürlich nicht face-to-face oder so sondern schön über den Facebook Newsfeed. Die Freunde sehen, kommentieren, teilen es usw. bis das Ganze ne ordentliche Runde macht und für Diskussionen sorgt. Die Nachwirkungen hieraus können bis zu schwerwiegenden Imageschäden reichen. Deshalb sollte hier richtig gehandelt, überlegt und professionell agiert/reagiert werden. Falls eine Unsicherheit darüber besteht wie man auf entsprechende Situationen angemessen reagiert sollte man auf externe Hilfe wie z.B. Agenturen zurückgreifen. Auf keinen Fall sollte man allerdings überhastet und aus einer sehr emotionalen Lage heraus auf negative Postings reagieren. Das wirkt unprofessionell und schadet mehr als dass es hilft.

4. Mehrwert für den User in Social Media

Nie vergessen: der User steht im Mittelpunkt. Klar möchte man sein Produkt/seine Dienstleistung verkaufen. Aber das muss ja nicht unbedingt vordergründig kommuniziert werden.
Egal was Sie im Social Web vorhaben, der User sollte immer im Mittelpunkt stehen:
Mehrwert macht ihn glücklich und erzeugt seine Aufmerksamkeit sowie seine Bereitschaft sich mit der Botschaft auseinanderzusetzen.
Zufriedenen User sind zudem die besten Multiplikatoren für die Botschaft bzw. das Unternehmen. Bereits in der Konzeptionsphase sollte daher stets darüber nachgedacht werden warum ein User die Social Media Inhalte überhaupt konsumieren sollte. Welche Vorteile hat er davon? Was bringt ihm das? Hat er davon einen Wissensvorsprung? Alle Social Media Aktivitäten zielen im Prinzip darauf ab dem User einen Mehrwert zu bieten…zumindest sollten sie dass sofern eine gewisse Effizienz innerhalb der Social Media Kommunikation erzielt werden soll. Warum sollte jemand den Beitrag auf Facebook „liken“ oder auf Twitter zum Follower werden? Wenn man diese Frage beantworten kann hat man schon fast gewonnen.

5. Time is Money

Schnelligkeit und Relevanz: Schlagwörter die in Bezug auf Social Media oft verwendet werden aber definitiv nichts an Gültigkeit eingebüßt haben. Das Internet ist ein schnelles Medium und die User erwarten auch schnelle Reaktion. So wie ich bereits in einen vorherging Post erwähnt habe ist die Kommunikation im Social Web in Echtzeit. Genau deswegen sollten man auch schnell auf etwas reagieren wie z.B. auf einen Kommentar auf der Fanpage oder einen Tweet. Die User haben nämlich genau diese Erwartungen. Ein zu langes zögern kann zu großer Unzufriedenheit führen.

 

dhuettner

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